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Wednesday, November 19, 2014

Relais&Chateaux Castel Fragsburg *


Im Rahmen des weltbekannten „Merano Wine Festival“ wurden mein Kollege Daniel Egger von Travelexecutive und ich in das kleinste Luxushotel der Alpen eingeladen. Es war keine gewöhnliche Einladung, sondern eine, von der jeder Blogger der Welt nur träumen kann:

Samstagabend
5 Gänge Degustationsmenü aus der Sterneküche gekocht von Luis Haller

Sonntagmorgen
Das Fragsburger Frühstück Deluxe,welches in 5 Gängen am Tisch serviert wurde. Dieses hat bislang alles übertroffen, was ich Frühstück genannt habe.

Sonntagnachmittag
Ging es  dann hinter die Kulissen zum Kochkurs mit Luis Haller.

Sonntagabend
Wartete der Tanzboden am Open Day mit Soft Jazz und fantastischen Highlights

Nach dem Besuch der Weinmesse (hoher Eintrittspreis, aber sehr informativ) im Zentrum Merans wurden wir wieder in unser Hotel, das hoch oben am Berg liegt, gebracht. Dann genossen wir den kleinen, aber feinen gut besuchten SPA Bereich.

Das Dinner im Castel Fragsburg *

Gut erholt betraten wir das ausgebuchte Restaurant. Das Ambiente des verhältnismäßigen großen Speiseraum traf genau unseren Geschmack. Um es mit den Worten von Travelexecutive zu sagen: „Trotz der Größe des Raumes fühlt man sich als wäre man alleine in einer privaten Sterneküche“.

Wir waren Samstag Mittag schon überrascht von der atemberaubendem Aussicht - aber unser Tisch abends in der ersten Reihe direkt am Fenster übertraf wieder mal unsere Erwartungen! Die Meraner Skyline lag uns zu Füßen. Nach der persönlichen Begrüßung von PR Manager Thomas Steiner wurde uns der Aperitif serviert.

Der Vorteil wenn man in solch einem Hotel wohnen darf ist, dass man das Auto nicht mehr bewegen muss. Das heißt man darf gut und gerne einen Cocktail als Einstand in ein Abendessen bestellen ;).

Das Menü begann mit einigen Amuse Bouches: fünf Stück an der Zahl, eine britannische Felsenauster, ein Toast mit rohem Thunfisch und Gurkenbrunoise, einem Kartoffelespuma mit Jakobsmuschel und Trüffelpulver, eine Consommé, die mit einem Bierschaum vollendet wurde. Das letzte der fünf Komponenten war eine frittierte Teigtasche mit einer Füllung aus einer sehr gut abgeschmeckten Fischfarce. 


Als Vorspeise wählten wir eine Variation mit Büffelmozarella, Kalbstatar im Schüttelteig und Wintertrüffel. Die Anrichteweise genau wie der Geschmack brachte mich ins Schwärmen und machte Lust auf mehr.

Bei dem Zwischengang aus Kürbis, Risotto, Burrata und geriebenen Trüffel wurden unsere Geschmacksnerven zum wiederholten  Male komplett stimuliert. Das Risotto hätte meines Erachtens vielleicht eine Minute länger im Topf verweilen können. Dies ist jedoch kein Kritikpunkt sondern Geschmackssache.  Aber alles in einem ein sehr gut gelungenes Gericht.



Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich kein Vegetarier bin, sonst wäre mir das PERFEKT gegarte Rinderfilet entgangen.
Lobenswert war auch, dass der Wunsch meines Kollegen, der das Rinderfilet Medium-Welldone bestellt hat, ohne Probleme in Erfüllung ging. Serviert wurde das Weiderind mit Minimais und Kastanienpüree. Verfeinert wurde es mit einigen gut sautierten Steinpilzen.



Den Übergang zum Dessert formte ein Sorbet aus Trauben verfeinert mit einem Olivenpulver.

Nach einer kurzen Wartepause  wurde das Dessert serviert. Eine sehr mutige Kombination aus Dill und Weißer Schokolade. Hört sich im ersten Moment sehr speziell an, jedoch wenn man in den Genuss dieser Süßspeise kommt, will man nicht mehr aufhören zu essen.


Durch den gesamten Abend begleiteten uns sehr gut geschulte Servicemitarbeiter.

Als Abschluss von einem nahezu Perfekten Abendessen gab es noch einige Petit Fours.


Vielen Dank an das Hotel Castel Frageburg für die Einladung. 
Alle veröffentlichte Berichte repräsentieren ausschließlich unsere eigene Meinung.

Thank you very much to the Hotel Castel Fragsburg for the generous invitation. All above written is our personal opinion without any influences.


written by:

Felix Bantel - Food Executive

Wednesday, October 29, 2014

Hauben Genuss ohne Hauben?


Es ist Herbst in Österreich hat es wiedermal geschneit und die ersten Hotels machen sich für die Wintersaison bereit. Doch es gibt noch was, für was sich die letzten Oktober Wochen auszeichnen: Nämlich die Veröffentlichung des neuesten Gault & Millau Restaurantführer. Ich dachte mir ich nutze die letzten Tage der Saison und reise ins Kleinwalsertal. Ich muss zugeben, dass ich schon mehrmals das Vergnügen hatte in diesem Tal, welches nur über Deutschland zu erreichen ist, zu Speisen. Damals dachte ich mir, je mehr Hauben desto besser. Eigentlich eine logische Schlussfolgerung denn laut Gault Millau sind die, die am meisten Hauben haben, die besten Restaurants. Aber wenn bei einem Restaurant mit 13 Punkten und einer Haube das Süßkartoffelpüree zum Saibling Filet komplett kalt serviert wird bzw. das Kobe-Rindscarpaccio völlig überwürzt ist hat das meiner Meinung nach nichts mit Hauben und der gleichen zu tun.


Deshalb traute ich mich in ein Restaurant zu gehen, ohne Hauben oder Stern, empfohlen von dem Vermieter meiner Ferienwohnung.  Das Sonnenstüble im Hotel Birkenhöhe eröffnete 2009. Mit ca. 34 Sitzplätzen im abgetrennten Teil des Hotelspeisesaals unter der Führung von Bärbel und Matthias Bantel werden hier bis zu 8 Gänge Serviert.

Ich entschied mich für das Herbstmenü mit 4 Gängen für insgesamt 70€.
Haben Sie schon einmal in einem Nicht-Hauben-Restaurant gleich zwei Amuse Bouche serviert bekommen? Ich habe in benachbarten Restaurants im gleichem Tal mit bis zu 2 Hauben nicht mal einen Gruß aus der Küche aufgetischt bekommen. Angenehm überrascht vom Wassermelonen Cocktail und der sehr gut abgeschmeckten Ravioli, dessen Füllung ich leider nicht identifizieren konnte, wurde der erste Gang Serviert.


Auf der Karte Stand: Ei. Ich dachte mir das wird nicht schon nicht so schlecht sein. Auf dem Teller landete ein gefülltes Ei, Bergschinken vom Biobauern, ein pochiertes Ei, Kartoffelsalat und Pfifferlingen. Ein guter Einstand in einen schönen Abend.

Als zweites gönnte wurde mir das Beef Tatar an den Tisch gebracht. Leider war die Portion ein bisschen zu groß aber vom Geschmack gut abgestimmt und toll auf einer Schieferplatte angerichtet.

Zum Hauptgang wurde mir ein österreichischer Spitzenwein empfohlen.  Der "Heribert Bayer In Signo Leonis 2009" aus dem Mittelburgenland korrespondierte hervorragend zum Kürenwald Reh. Abgerundet wurde der Hauptgang durch den kleinen Topfenknödel.


Das Dessert konnte ich leider nur noch halb genießen, weil schlichtweg die Portionen zu riesig waren. Aber trotzdem probierte ich die neue Art der Bayrischen Creme die wieder auf der Schieferplatte angerichtet wurde. Das Gericht passte zu dem ganzen Abend: Richtig gut aber zu viel.

Alles in einem wurden meinen Erwartungen die ehrlich gesagt nicht hoch waren aufgrund der nicht vorhanden Auszeichnungen mehr als Übertroffen.

Der Abend wurde schließlich in der neuen Hotelbar mit einem Glas Wein vom Koch abgeschlossen. Um es in den Worten vom Michelin zu sagen: Das Sonnenstüble im Hotel Birkenhöhe ist eine Reise wert.




written by:

Felix Bantel - Food Executive

Friday, March 28, 2014

Restaurant Check - Obauer in Werfen

Last weekend I had the pleasure to dine in Austria's second best restaurant - Obauer - located about 30 minutes South of the city Salzburg.

The first amuse bouche

The service was kind and the head sommelier recommended an excellent wine pairing. Our menu included 3-courses and was priced 54 euros per Person excluding beverages, which were averagely priced for this kind of restaurant (in my opinion). What I disliked was that the server gave us the regular menu, although I had booked the Nespresso Gourmet Menu, as well as the fast service of the food - it gave a hectic feeling: As soon as we got our water and wine, the first Amuse-Bouche was served.

The second amuse bouche

After another 10-15 minutes we received the next amuse bouche and after the third amuse (a thinly sliced tartar), we were served the first course of the menu: a terrine with foie gras. Well, it was fine. 


Our main courses were either excellent white fish with two kinds of asparagus, or finest lamb with small cheese dumplings and Austrian coleslaw. 

The final course, before the Nespresso Grand Cru, was a light dessert variation including cream cheese with lemon, apple strudel, and mocha ice, followed by very creamy macarons and small pastries.

The third and last amuse bouche


Excellent wine pairing

First course - terrine of Foie Gras 

Second course 1 - Fish

Second course 1 - side dish - asparagus pudding

Second course 2 - Three kinds of lamb

Second course 2 - side dishes of the lamb



Third course - a variation of dessert

Finally - Macarons and house-made pastries